Bericht unserer Wanderfahrer von der Dänischen Südsee
Mustapha Dada, Andreas Rockenhäuser und ich waren vom 12. - 19.07. in der dänischen Südsee. Am Sonntag konnten wir nicht starten, da der Wind zu stark und die Wellen zu hoch waren. So blieben wir 2 Tage in Mommark auf der Insel Als. Montag ging es dann los. Auf zur Insel Ærø. 12 km über die Ostsee bei strahlendem Sonnenschein und glattem Wasser. Am Leuchtturm Skjoldnaes Lighthouse gab's die erste Pause. Dann fehlten nur noch 9 km bis zum Shelterplatz. Hauptsaison! Alles voll. Deutsche, Franzosen und Dänen stellten ihre Zelte zusammen, damit wir auf dem winzigen Platz noch unterkommen konnten. Andreas und Mustapha kümmerten sich ums Kochen. Danach war baden in der Ostsee angesagt. Badesteg und Wasser, 18° waren topp. Der Abendhimmel versprach allerdings nichts gutes. Am nächsten Morgen prasselte der Regen aufs Zelt. Nach kurzem Frühstück schnell das Zelt ins Boot und hastig den Rest verstaut. Dann raus aufs Wasser.
Das nächste Ziel war der Hauptort Ærøkøbing. Der Wind frischte auf. Windstärke 4. Schaumkronen auf den Wellen. Der Regen wurde immer heftiger. Wir schafften es und waren froh, endlich das Ufer erreicht zu haben. 50 Meter neben dem Steg stand ein Gebäude mit Toiletten und Duschen. Alles super sauber und wir konnten alles kostenlos nutzen. Als der Regen eine Pause machte, machten wir einen Rundgang auf die andere Seite der Insel. Da der Wind sich zum Sturm entwickelte, entschieden wir auf dem Zeltplatz hinter einem Wäldchen zu übernachten. Die Boote ließen wir am Strand liegen. Fünf Minuten vom Platz war ein Supermarkt, wo wir uns verpflegen. Dann Zelte abbauen und weiter nach Drægø. Bei leichtem Wellengang waren wir schnell auf der anderen Seite. Ein nettes Eiland. Typisch dänisch. Aber nach einem Kaffee und einem leckeren dänischen Gebäck entschieden wir, noch eine Insel weiter zu paddeln. Es waren nur etwas sieben Kilometer. Wir wunderten un, wie schnell das Wetter umschlägt. Der Wind drückte uns vom Kurs. Wir mussten ständig gegen die Wellen, die von der Seite kamen, ankämpfen. Hinter der Inselspitze von Avernakø wurde es ruhiger und wir fanden einen wilden Platz mit Plumpsklo. Also ab in die Brandung um den Schweiß runter zu kriegen. Zelte aufbauen und was leckeres kochen. Naja, wieder Nudeln mit Soße. Was anderes fanden wir nicht.zum fischen war die See zu unruhig. Also, Hauptsache, was im Bauch.
Wir waren jetzt schon auf dem Rückweg. Das Wetter hatte sich etwas beruhigt und wir steuerten zurück nach Ærø. Übernachtungsmöglichkeiten waren rar. Wir machten den platz Søby Strand Camping Ærø - aus. Ein Naturcamping. Schön gelegener Platz. Leider ausgebucht. Nach einem Kaffee meldete sich der Chef vom Platz un wir würden zwischen zwei große Mietzelte gezwängt. Dänen sind wirklich sehr hilfsbereit. .... Und die deutsche Sprache ist ihnen nicht fremd. Die Nacht war trocken und wir mussten zurück nach Als. Nebel zog auf. Also es nicht besser wurde, entschieden wir, nach Kompaß zurück zu fahren. Nach zweieinhalb Stunden stellten wir fest, daß wir unser Ziel nur um 500 Meter verfehlt. Für den Anfang nicht schlecht. Nach einem schönen Abend bei Live-Musik und gutem Essen im Restaurant ging unsere einwöchige Vereinsfahrt langsam zu Ende. Am nächsten Morgen ging es wieder zurück nach Mülheim. Boote am MKV abladen und eine schöne Woche ging zu Ende.
Autor Gerd Kampf








