Mit dem Drachenboot durch Venedig
27. Mai 2026

MaPas fahren die Vogalonga

Einmal selbst durch die Kanäle Venedigs zu paddeln, dieser Traum geht seit 50 Jahren jedes Frühjahr in Erfüllung, wenn die venezianische Lagune komplett für den motorisierten Schiffsverkehr gesperrt wird, um ein ungestörtes Setting für die „Vogalonga“ zu schaffen.


Mitte der Siebziger ursprünglich als Protest gegen zunehmenden Motorbootverkehr und den die Stadt schädigenden Wellenschlag gedacht, hat sich das „lange Rudern“, wie die wörtliche Übersetzung lautet, zu einem nicht kompetitiven internationalen Happening entwickelt, das tausende Wassersportler aus aller Welt anzieht. Die Veranstaltung ist offen für alle Muskelkraft betriebenen Boote und es befinden sich daher neben den traditionellen venezianischen Ruderbooten, die stehend und vorwärts gefahren werden, auch Gondeln, Kanus, Kajaks, Drachenboote und SUPs unter den Teilnehmenden.


Auch in diesem Jahr versammeln sich am frühen Morgen des 24. Mai bei strahlend blauem Himmel und glitzerndem Wasser die Boote im Markusbecken gegenüber dem Dogenpalast, um sich zum 50. Mal gemeinsam auf die 30 Kilometer lange Strecke durch die venezianische Lagune zu machen. Vorbei an den Inseln Burano und Murano führt der Weg am Ende auf den Canal Grande.


Mit dabei ist das Mülheimer Team Ruhrtal Desaster, ein Zusammenschluss des Drachenbootteams der DJK-Ruhrwacht und der Mamas & Papas des MKV. Um Punkt 9.00 Uhr macht es sich zum Kanonenschlag mit wehender Mülheimer Flagge im gemieteten Boot auf die große Fahrt. Im zügigen Tempo wird es von Steuerfrau Susanne durch das bunte Feld der Mitstreiter manövriert. Die zahlreichen gemeinsamen Trainings der beiden Teams zahlen sich aus, der Paddelschlag ist harmonisch und das Boot kommt gut voran. Selbst Sandbänke und querstehende Zweierkajaks können es zunächst nicht aufhalten.


Kurz vor Burano macht sich dann aber doch die große Zahl von über 2.000 teilnehmenden Wasserfahrzeugen bemerkbar. Es entsteht ein großes Gedränge. Die verschiedenen Bootstypen zeichnen sich durch unterschiedliche Wendigkeit und Platzbedarf aus. Nicht selten hat man die Gelegenheit, den Riemen eines Ruderboots mal ganz aus der Nähe zu betrachten. Die Szenerie wechselt zwischen A 40 zur Rushhour und einem römischen Wagenrennen. Susanne aber behält den Überblick und nach dem vorübergehenden Engpass finden wir uns in der Weite der Lagune wieder, wo die Kräfte sogar noch für ein kleines Spaßrennen gegen ein österreichisches Drachenbootteam ausreichen.


Am Eingang zur Lagunenstadt kommt es ob der großen Menge an Booten erneut zum Tumult und das Team muss noch mal alle Kräfte mobilisieren, um das Boot in Position zu bringen und die Einfahrt in den Canal Grande zu ermöglichen. Schließlich gelingt auch dies und das Drachenboot fährt unter dem Jubel der Zuschauer durch den berühmten Kanal. Die Fahrt unter der vollbesetzten Rialtobrücke ist trotz aller Strapazen ein Gänsehauterlebnis - nur noch getoppt von der Durchfahrt unter der Akademiebrücke, wo das Mülheimer Support-Team seit Stunden auf das Ruhrtal Desaster wartet und es nun lautstark willkommen heißt.


Der Empfang der Medaillen bildet nach mehr als sechs Stunden den offiziellen Abschluss eines außergewöhnlichen sportlichen Gemeinschaftserlebnisses. Doch so ganz ist die Fahrt noch nicht zu Ende.  Auf dem Rückweg zum Support-Team zeigt Susanne noch ein letztes Mal ihr Können: Mit einer waghalsigen 180 Grad Drehung mitten auf dem Canal Grande überlistet sie sowohl den nicht endenden Gegenverkehr als auch die Wasserschutzpolizei, um das Boot in einen kleinen Seitenkanal zur Siegesfeier zu manövrieren.


Mit einem kühlen Getränk in der Hand und der Medaille um den Hals stellen wir wie so oft fest, dass überall auf der Welt die Sonne scheint – ganz besonders aber an diesem Tag in Venedig.


Von Birgit Weymann


4. Juni 2026
Am 20. & 21. Juni 2026 findet ein Schnupperpaddeln am MKV statt. Termine gibt es an beiden Tagen jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.
4. Juni 2026
Die Rennsportmannschaft knüpft nahtlos an ihre starken Leistungen der internationalen Regatta in Essen an. Am vergangenen Wochenende überzeugten die Mülheimer Athletinnen und Athleten bei der Kanuregatta in Datteln mit einer geschlossenen Teamleistung, mehreren Podiumsplatzierungen und einem vielversprechenden Debüt im Nachwuchsbereich. Im Fokus des Wochenendes standen vor allem die hart umkämpften Mannschaftsboote. Für den emotionalen Höhepunkt aus Mülheimer Sicht sorgten Pauline Jesse und Leia Krieger im Zweier-Kajak über die 500-Meter-Distanz. Nach einer dramatischen Aufholjagd auf den letzten 150 Metern, bei der das Duo einen Rückstand von zwei Bootslängen wettmachte, schoben sich die MKV-Kanutinnen auf den letzten Metern noch auf den dritten Rang vor und sicherten sich die Bronzemedaille. Auch im Mixed-Boot war die Jugend erfolgreich, im 200 Meter K2 erpaddelte sich Leia zusammen mit Paul Schupe die Silbermedaille. Eine weitere Bronzemedaille steuerte Leia im Einer-Kajak (K1) über die seltene 125-Meter-Sprintdistanz bei. Wie hoch das Leistungsniveau auf dem Kanal in Datteln war, zeigte sich in den Einer-Entscheidungen. Carlo Kreimer verpasste den Endlauf über 500 Meter nach einem denkbar knappen vierten Platz im Zwischenlauf nur hauchdünn, sein Vereinskollege Erik Asbeck fuhr im selben Lauf auf Platz sieben. Im Zweier erreichten die beiden allerdings zusammen den Endlauf, wo sie den siebten Platz erreichten. Im K1 der weiblichen Jugend über 200 Meter demonstrierte der MKV jedoch enorme Mannschaftsstärke und brachte mit Leia (5.), Pauline (7.) und Ina (8.) gleich drei Boote in den Endlauf. Unglücklich lief es für Paul im Vierer, der aus einer Vereinsübergreifenden Mannschaft mit der ebenfalls in Mülheim ansässigen DJK-Ruhrwacht. Auf der 500-Meter-Strecke lag das Boot lange auf einem aussichtsreichen dritten Platz, kenterte dann aber wenig Meter vor dem Ziel. Neben der Jugend sorgten auch die Schüler B für Aufsehen. Jakob feierte in Datteln seine Premiere bei den Schülerspielen. Bei seiner allerersten Regattateilnahme zeigte er in einem breiten Teilnehmerfeld eine bemerkenswert konstante Leistung über alle Teildisziplinen hinweg und belohnte sich im Gesamtklassement auf Anhieb mit einem starken fünften Platz in der Altersklasse 9. Mit insgesamt einer Silbermedaille, zweimal Bronze und zahlreichen vorderen Platzierungen in den Finalläufen zog das Trainerteam ein durchweg positives Fazit. Ein Dank des Vereins galt auch dem Ausrichter, den Kanuten Emscher-Lippe Datteln e.V., für die reibungslose Organisation der Wettkämpfe.
4. Juni 2026
Am Samstag, dem 2. Mai 2026, nahm das Vereinsteam „Team Grüner Drache“ am 20. Toeppersee Drachenboot Festival in Duisburg-Rheinhausen teil. Die traditionsreiche Veranstaltung wird jährlich vom Kanu-Club Homberg Gerdt e.V. auf dem Toeppersee (Tegge) ausgerichtet. In den beiden zeitbasierten Vorläufen auf der 250 Meter langen Kurzstrecke zeigte das Team eine solide Frühform. Mit der Vorlaufbestzeit von 01:03,89 Minuten im ersten Lauf und 01:05,60 Minuten im zweiten Lauf qualifizierte sich der „Grüne Drache“ als drittbestes Team der Vorrunde für das höchste Finale, den „Runder Tisch Rumeln-Kaldenhausen Cup“. Im Finale der besten fünf Großboote steigerte sich die Mannschaft im entscheidenden zweiten Durchgang noch einmal deutlich auf 01:04,43 Minuten (Lauf 1: 01:06,12 Minuten). Mit einer addierten Gesamtzeit von 02:10,55 Minuten sicherte sich das Team den 3. Platz auf der Kurzstrecke hinter den Thunder Dragons Niederrhein und den Gesamtsiegern Wolfsee Vikings 1. Zum Abschluss des von Unwettern begleiteten Regattatages wurde das Verfolgungsrennen über die Langstrecke ausgetragen. In diesem kräftezehrenden Rennen konnte das Team das Tempo der Konkurrenz nicht ganz mitgehen. Mit einer Endzeit von 09:13,76 Minuten belegte der „Grüne Drache“ mit 0,78 Sekunden Rückstand zum drittplatzierten Team knapp den vierten Platz auf der Langstrecke.
14. Mai 2026
Die Regattasaison für die Rennsportmannschaft startete am vergangenen Wochenende am Baldeneysee in Essen. Die internationale Frühjahrsregatta bot mit 677 Aktiven aus 75 Vereinen und fünf Nationen ein hochkarätiges Feld für eine erste Standortbestimmung. Der MKV ging mit sechs Jugendlichen an den Start. Da ein Großteil von ihnen zum jüngeren Jahrgang der jeweiligen Altersklasse gehört, war das Durchsetzen gegen die starke und oft ältere Konkurrenz eine echte Herausforderung. Für die meisten der 13- bis 14-Jährigen war bereits nach den Vorläufen Schluss. Ein starkes Ausrufezeichen setzte jedoch das Zweier-Team mit Pauline Jesse und Leia Krieger: Über 200 Meter kämpften sich die beiden bis in den Zwischenlauf vor wo sie das Finale knapp verpassten, und auf der 500-Meter-Strecke erpaddelten sie sich als Vorlaufzweite die direkte Qualifikation für den Endlauf. Trainer Mats Kopotsch blickt trotz der harten Bedingungen positiv in die Zukunft: „Wir haben bei allen über den Winter klare Leistungsverbesserungen gesehen. Gerade der Zweier [Besatzung Jesse, Krieger] zeigt sich im Vergleich zu anderen NRW-Booten stark. Dort sind sie auf jeden Fall unter den ersten fünf Booten.“ Die nächste Gelegenheit, diesen Aufwärtstrend zu zeigen, bietet sich am 30. und 31. Mai bei der Regatta in Datteln.
26. April 2026
Der MKV eröffnet die Saison 2026 Am Sonntag, dem 26. April, versammelten sich die Mitglieder des MKV, um die neue Saison zu eröffnen. Am Vormittag wurden zahlreiche Boote aus allen Abteilungen zu Wasser gelassen, um gemeinsam bei bestem Frühlingswetter ein paar Kilometer zu paddeln. Eine längere Runde drehte die Jugendmannschaft, die bis nach Kettwig fuhr, wo sie sich kurz mit einem Eis stärkte. Auch alle anderen konnten die verbrannten Kalorien wieder zuführen: Pünktlich um zwölf wurde der Grill angeschmissen. Zudem konnte man sich am Kuchenbuffet bedienen oder sich ein Kaltgetränk genehmigen. 
18. April 2026
Am 16. April fand die diesjährige Mitgliederversammlung des MKV statt. Neben den Jahresberichten der einzelnen Vorstandsmitglieder wurde auch die Anschaffung eines Vereinsbusses verkündet. Bei den Wahlen der Vorstandsposten wurden der erste Vorsitzende Stephan Boscheinen, die Geschäftsführerin Ingrid Bodsch, die Rennsportwartin Johanna Schimanski, sowie die Kassenprüferin Juliane Neumann wiedergewählt. Neu im Team sind der Drachenbootwart Martin Suhrbier, der SUP-Wart Björn Kleine-Klopries und Mats Kopotsch und Leander Weymann, die sich das Amt des Pressewarts teilen. Der frisch wiedergewählte Stephan Boscheinen wurde anschließend im Rahmen der Aktion #SPORTEHRENAMT überrascht für sein langjähriges Engagement im Vorstand des Vereins ausgezeichnet. Außerdem wurden Hanna Wenderoth für 25 Jahre und Heiner Aldenhoff für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt.