Starke Leistung bei der Westdeutschen Meisterschaft wird nicht belohnt

Vom 17. bis zum 19. Juli fanden auf dem Essener Baldeneysee die Westdeutschen Meisterschaften im Kanurennsport statt. Für die Athletinnen und Athleten des MKV hielt das Wochenende viele starke Auftritte, aber auch einiges an Pech bereit.
Starker Auftakt der MKV-Jugend
Der Freitagmorgen begann für die weibliche Jugend mit einem vielversprechenden Start: Über die 1000 Meter im Einer-Kajak qualifizierten sich alle MKV-Fahrerinnen souverän für die Zwischenläufe. Dort lösten Pauline Jesse und Leia Krieger ihre Tickets für den A-Endlauf, während Ina Hüls den B-Endlauf erreichte. Auch bei den Schülern und Schülerinnen A lief es über die 500 Meter im K1 gut an. Carlo Kreimer und Tomma Berendts zogen in die Zwischenläufe ein, auch wenn es am Ende nicht ganz für eine Finalteilnahme reichte.
Am Nachmittag setzten sich die starken Leistungen der Jugend in den 500-Meter-Vorläufen fort. Erneut erreichten alle die Zwischenläufe, und erneute sicherten sich Pauline und Leia souverän ihre Plätze im A-Finale.
Krimis um die Bronzemedaillen
Auch am Samstag stellten die MKV-Sportlerinnen ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Über die 200 Meter fuhren sie dieselben starken Ergebnisse ein wie am Vortag auf den 1000 Metern und unterstrichen damit ihre Konkurrenzfähigkeit auf allen Distanzen. Im ersten Endlauf der Regatta, dem K1 der weiblichen Jugend über 500 Meter, fuhr Leia einen sechsten Platz ein, während Pauline als Neunte die Ziellinie überquerte.
Das spannendste Rennen des Tages lieferten die beiden im K2 über 500 Meter. Nach einem schnellen Start setzte sich das Mülheimer Duo lange Zeit auf dem dritten Platz fest, dicht hinter dem Boot des KSC Lünen. Ab der 250-Meter-Marke machte sich der hohe Energieaufwand des Starts jedoch bemerkbar. Der Kontakt nach vorn riss ab, und der Fokus wurde auf der Absicherung der Bronzemedaille gelegt. Das Boot aus Hamm startete jedoch einen starken Endspurt, schob sich auf den letzten 30 Metern an den Mülheimerinnen vorbei und verwies Leia und Pauline mit dem hauchdünnen Rückstand von nur 0,27 Sekunden auf den undankbaren vierten Platz.
Der Sonntag brachte direkt die nächsten Endläufe. Im B-Finale über 200 Meter erkämpfte sich Ina den achten Rang, während Leia im A-Endlauf als Vierte erneut nur denkbar knapp am Podest vorbeischrammte. Pauline beendete diesen Sprint auf dem ebenfalls starken achten Platz.
Besonders bitter verlief im Anschluss das K2-Rennen über 200 Meter für Pauline und Leia. Ihr Zweier lag klar auf Medaillenkurs und zeigte einen herausragenden Wettkampf. Doch das Glück war an diesem Wochenende nicht auf ihrer Seite: Kurz vor der Ziellinie kenterte das Boot, sodass die beiden ihren Traum vom Podium abermals auf dramatische Weise begraben mussten.
Auch in den weiteren Finals gab der MKV-Nachwuchs alles. Im Endlauf B der Altersklasse 14 über 1000 Meter schien der dritte Platz für Carlo bereits greifbar, bevor er sich im Schlusssprint geschlagen geben musste und Fünfter wurde. In der AK13 fuhren Erik auf Rang fünf des B-Endlaufs und Tomma, ebenfalls im B-Endlauf, auf Rang sechs. Im A-Endlauf der weiblichen Jugend über 1000 Meter belegten Leia und Pauline herausragend die Plätze sechs und sieben. Ina beendete ihr B-Finale auf dem letzten Rang, ebenso wie Paul und Carlo ihren Endlauf im K2 der männlichen Jugend.
Ereignisreiche Langstreckenrennen
Auf den abschließenden Langstrecken über 2000 Meter zeigten die Schüler noch einmal Ausdauer: Carlo wurde Achter, während Erik und Tomma jeweils als Elfte ins Ziel kamen.
Für die Jugend ging es auf die 5000-Meter-Strecke. Dort zeigte Paul großen Kampfgeist. Nach einer fehlerhaften Wende und einer dadurch bedingten Extrarunde fuhr er die Lücke zur Konkurrenz stark wieder zu, kenterte dann jedoch und konnte das Rennen leider nicht beenden. Ein ähnliches Schicksal ereilte den K2 von Pauline und Leia, die sich bis zur ersten Wende in einer sehr aussichtsreichen Position im Kampf um Platz drei befanden, bevor sie ebenfalls durch eine Kenterung ausschieden. Ina hingegen kämpfte sich tapfer über die gesamten 5000 Meter, hielt lange den Anschluss an das Feld und brachte ihr Rennen erfolgreich zu Ende.
Nachwuchs zeigt steigende Form
Für die Schüler und Schülerinnen A fand an dem Wochenende auch der zweite Teil des Kanu-Mehrkampf (KMK) statt. Durch seine gute Leistung auf den 1000 Metern und einem siebten Platz im 100-Meter-Einzelzeitfahren konnte sich Erik, der nach der Athletik in Hamm noch auf Platz 13 lag, auf den elften Rang vorschieben. Carlo kletterte ebenfalls die Rangliste von Platz 18 auf Platz 15 nach oben. Tomma konnte sich leider nicht mehr verbessern und blieb auf dem 19. Platz.
In den Gesamtwertungen der Schülerspiele belegte Jakob mit einer konstanten Leistung über alle Disziplinen Platz sieben und Josha landete auf Platz 18.
Mit positivem Fazit zur DM
Auch wenn diese Westdeutsche Meisterschaft für den MKV von einigen bedauerlichen Momenten und verpassten Chancen geprägt war, ziehen Trainer und Mannschaft ein äußerst positives Fazit. Nahezu alle Saisonziele wurden erreicht und durch ihre starke Form konnten die Athletinnen häufig ums Podium mitfahren.
Ein besonderer Erfolg: Für Pauline und Leia bedeutet diese Leistung die souveräne Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften über alle Distanzen. Zudem haben sie sich durch ihre starken Auftritte für den NRW-Kader empfohlen und werden bei der DM die Mannschaftsboote für den KV-NRW fahren.










