Rennrad statt Drachenboot
3. August 2026

Der Rote Drache bestreitet 24-Stunden-Rennen Rad am Ring

Seit 2022 versucht sich der Rote Drache Mülheim zusammen mit Freunden außerhalb des Teams im Rennradfahren und nimmt am 24-Stunden-Rennen „Rad am Ring“ auf der Nürburgring Nordschleife teil. In diesem Jahr stellte das Team, mit 15 Fahrern und einer Fahrerin, aufgeteilt in vier Vierer-Teams, einen neuen Teilnehmerrekord auf.


Bei dem seit 2003 stattfindenden Rennen fährt immer ein Teammitglied auf der 26,1 Kilometer langen und mit 550 Höhenmetern versehenen Strecke. Im Fahrerlager auf der Grand-Prix-Strecke wird dann gewechselt und das nächste Teammitglied fährt seine Runde. Gewonnen hat das Team, das nach 24 Stunden die meisten Runden gefahren ist.


Aus den 16 Aktiven wurde ein leistungsorientiertes Team aus den vier schnellsten Fahrern gebildet. Ziel von „Team 1“ war eine möglichst gute Platzierung in der Gesamtwertung aus insgesamt 931 Teams. Die drei weiteren Teams waren in etwa gleich stark besetzt, sodass sie sich untereinander ein spannendes Rennen liefern konnten.


Intensive Startphase


Dass fehlende Kraft in den Beinen durch Wahnsinn ersetzt werden kann, bewies Florian Schimanski, als um 12:35 der Startschuss fiel. Auf der ersten Hälfte der Runde, die hauptsächlich bergab führt, konnte sich der Drachenbootfahrer durch seine hervorragenden Abfahrkünste an die Spitze des Feldes setzen. Die für das Radfahren ungünstige Verteilung aus Oberkörper- zu Beinmuskulatur machte sich dann aber am langen Anstieg zur berühmten „Hohen Acht“, dem höchsten Punkt der Nordschleife, bemerkbar, sodass Florian für „Team 1“ die Startrunde auf Platz 42 der Vierer-Teams beendete.

Unter den drei anderen Teams setzte sich „Team 4“ in der internen Wertung mit Gesamtplatz 273 und über drei Minuten Vorsprung auf die folgenden Teams nach der ersten Runde etwas ab, während sich „Team 2“ und „Team 3“ ein enges Duell lieferten und innerhalb von 10 Sekunden die Zeitnahme durchquerten.


Allen Teammitgliedern war zwar bewusst, dass ein 24-Stunden-Rennen eine lange Veranstaltung ist, auf der es sich die Kräfte einzuteilen gilt, dennoch fuhr ein Großteil für die jeweils erste Runde die Strategie „Alles muss raus“. Zusätzlich zur suboptimalen Pacing-Strategie machten die Temperaturen von fast 35 °C den Fahrern an den Anstiegen zu schaffen. Denn aufgrund des verhaltenen Wetterberichts war keiner auf diese Hitze vorbereitet. Durch diese Faktoren sahen die meisten bereits um 16 Uhr so aus, als befänden sie sich schon in den letzten Stunden des Rennens.

Nach den ersten acht Stunden war die Aufregung der ersten Runden verflogen und alle hatten ihre Pace gefunden. „Team 1“ pendelte sich auf einer Platzierung in den niedrigen 30ern ein, „Team 4“ rangierte um den 290. Platz, „Team 2“ um 460 und „Team 3“ um 490.

Schreckmoment am Abend


Wie schnell es zu Stürzen auf der Nordschleife kommen kann, erlebte Sebastian Klein aus nächster Nähe. Als er in der Dämmerung seine Runde absolvierte, wurde der Fahrer vor ihm zu weit aus der Kurve getragen und stürzte in der Auslaufzone. Sebastian bremste sofort ab, eilte dem Verunglückten zur Hilfe und rief einen Krankenwagen. Als dieser eintraf und sich die Rettungskräfte um den Gestürzten kümmerten, setzte Sebastian seine Fahrt fort. Wir wünschen dem verletzten Radfahrer gute Besserung und schnelle Genesung.

Die Nacht


Mit Sonnenuntergang legte sich Finsternis über die Nordschleife. Die Strecke ist lediglich an drei Stellen beleuchtet, an denen es in der Vergangenheit vermehrt zu Unfällen kam. Auf dem Rest der Runde müssen sich die Teilnehmer auf ihre Fahrradbeleuchtung, die bereits gesammelte Streckenkenntnis und die Rücklichter der Vorausfahrenden verlassen. Dass die meisten Teammitglieder ein enormes Vertrauen in diese Faktoren besaßen, zeigten die Höchstgeschwindigkeiten: wie schon am Tag wurden auf der längsten Abfahrt beinahe 100 km/h erreicht.


Um ein wenig Schlaf zu bekommen, passten die vier Teams ihren Wechselrhythmus über Nacht an. Tagsüber waren alle vier Fahrer hintereinander eine Runde gefahren. Dadurch betrug die Pause zwischen den Einsätzen je nach Team 2:20 bis 2:50 Stunden. Da diese Zeit hauptsächlich mit essen, der Situation klarkommen und wieder für die nächste Runde vorbereiten gefüllt war, blieb kaum Zeit für echten Schlaf. Deshalb fuhren in der Nacht zunächst die ersten beiden Fahrer eines Teams abwechselnd vier Runden und dann das zweite Duo. Dadurch erhielt jeder eine Pause von 4:00 bis 5:30 Stunden, in denen ein bisschen Schlaf gefunden werden konnte.

Angriff auf Platz 30


„Team 1“ beendete den Zweierwechsel der Nacht nach 20 Runden auf Platz 36 liegend. Dass die Strategie der längeren Pausen aufging, zeigte sich dann in den folgenden Runden. In denen kämpften sich die Vier immer weiter nach vorne, bis sie schließlich nach etwas über 23 Stunden auf dem 31. Platz lagen. Da bereits am Vorabend die Top 30 als angestrebtes Ziel verkündet wurden, mobilisierte der Schlussfahrer noch einmal alle Kräfte und holte die zwei Minuten Rückstand auf Platz 30 auf, sodass das Team nach 23:52 Stunden und 29 Runden das Ziel als 30. erreichte.

Auch „Team 4“ kletterte die Gesamtwertung am Morgen immer weiter nach oben und beendete das Rennen mit 24 Runden auf Platz 251. „Team 3“ schaffte es, trotzt der Verzögerung durch das Erste-Hilfe-Leisten in der Nacht, „Team 2“ zu überholen und kam nach 23 Runden als 426. ins Ziel, während „Team 2“ mit 22 Runden 481. wurden.


Allerdings standen die reinen Platzierungen eher im Hintergrund, wichtiger war der Spaß und das gemeinsame Erlebnis. Und Spaß hatten alle reichlich, auch wenn in der Nacht hauptsächlich Flüche und die Frage: „Warum machen wir das hier?“, aus dem Zeltlager des Roten Drachen tönten. Denn die Qualen waren bereits am nächsten Tag verdrängt und die meisten trugen sich, nach Bekanntgabe, den Termin für 2027 in den Kalender ein.

23. Juli 2026
Starke Leistung bei der Westdeutschen Meisterschaft wird nicht belohnt
9. Juli 2026
Unser Team präsentierte sich am vergangenen Wochenende in guter Form und überzeugte mit mehreren Endlaufteilnahmen sowie Podestplätzen. Ein Highlight des Wochenendes lieferten Leia und Pauline im Zweier über 500 Meter: Sie zogen souverän ins Finale ein und sicherten sich dort den zweiten Platz. Leia stellte auch im Einer ihre Form unter Beweis. Über 500 Meter verpasste sie das Podest in einem sehr engen Zieleinlauf nur knapp und wurde Vierte. Auf der 250-Meter-Sprintdistanz erreichte sie ebenfalls den Endlauf und schloss diesen auf Rang fünf ab. Carlo und Paul hielten im K2 über 250 Meter gegen die teils körperlich überlegene Konkurrenz gut dagegen. Die beiden konnten darüber hinaus auch in ihren Einer-Rennen überzeugen. In den vereinsübergreifenden Mannschaftsbooten gab es weitere Erfolge zu verzeichnen: Über 250 Meter fuhr der K4 Ina, Pauline, Leia und Mirja Austermann (KR Hamm) auf den zweiten Platz, während der 500-Meter-K4 mit Unterstützung von Frieda Bosse und Mia Hentschel (BW Reidt) Dritter wurde. Ina erreichte im K2 zusammen mit Johanna Mehlis vom TC Sterkrade ebenfalls einen guten dritten Rang im Vorlauf. Tomma zog in einem gemischten Vierer, gemeinsam mit Katja und Emilia Mae (KGE) sowie Emillie (DJK), nach einer konzentrierten Leistung sicher in den Endlauf ein. Auch der Nachwuchs war vertreten: Josha belegte bei den Schülerspielen einen soliden 13. Platz in seiner Altersklasse, wobei sich seine gute Paddelform durch einen dritten Platz im 500-Meter-Rennen zeigte. Eine besondere Erwähnung verdient zudem Noah, der in Herdecke sein allererstes Rennen überhaupt bestritt und die 500 Meter solide ins Ziel brachte. Insgesamt war es ein gelungenes Wochenende, das uns gut auf die kommenden Westdeutschen Meisterschaften vorbereitet hat.
22. Juni 2026
Am vergangenen Wochenende fand ein Schnupperpaddeln beim Mülheimer Kanusport-Verein statt. Bei bestem Sommerwetter nahmen fast 70 Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren an dem Event teil. Aufgeteilt in vier Gruppen über die zwei Tage konnten die Kinder den Kanusport ausprobieren.  Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der die Kinder mit dem Trainerteam und den wichtigsten Sicherheitsregeln vertraut gemacht wurden und sich selbst mit den anderen Gruppenmitgliedern bekannt machen konnten, ging es direkt zum Material. An Land erklärten die Trainer die richtige Handhabung des Paddels, danach wurde jedes Kind mit einer Schwimmweste ausgestattet und es hieß: „Ab aufs Wasser!“ Einmal in die Dickboote gesetzt, drehten die Kinder die ersten Runden auf dem Wasser. Aufgrund der hohen Anmeldezahlen mussten sich dabei immer zwei Kinder ein Boot teilen. Dadurch hatten die Kinder abwechselnd die Möglichkeit Meter auf dem Wasser zu sammeln und sich im Schatten der Bootshallen von der Hitze zu erholen und was zu trinken. Nachdem alle ein wenig Bootsgefühl erlangt hatten, wurde der Schwierigkeitsgrad durch Geschicklichkeitsspiele erhöht. Den Abschluss der Wassereinheit bildete dann ein Wettrennen über 80 Meter. Danach wurden die Boote wieder an Land gebracht, getrocknet und die Paddel verstaut. Nach einem Schlusskreis wurde jedes Kind noch mit einem Wassereis belohnt, um die Körper wieder herunterzukühlen. Wir hoffen, alle Beteiligten hatten Spaß am Paddeln und wir können viele bei den nächsten Trainingseinheiten wieder begrüßen!
19. Juni 2026
Was für ein ereignisreiches Regatta-Wochenende in Hamm für unser Team! Unsere Athletinnen und Athleten haben auf allen Distanzen vollen Einsatz gezeigt und direkt zum Auftakt über die 200-Meter-Sprints ordentlich aufgedreht. Pauline holte sich in den Vorläufen souverän den ersten Platz, während Ina und Leia jeweils starke Zweite wurden. Auch die K2-Mädels zeigten in einem sehr anspruchsvollen Teilnehmerfeld als knappe Vierte ein tolles Rennen, und Paul sammelte in seinem Lauf wertvolle Erfahrungen. In den Zwischenläufen ging der harte Kampf weiter, bevor sich Pauline im Endlauf schließlich einen sehr stabilen vierten Platz sicherte. Auf der 125-Meter-Kurzdistanz gab es ebenfalls Grund zum Jubeln: Carlo sprintete in seinem Direktlauf auf einen hervorragenden zweiten Rang, und Erik überquerte nach einem couragierten Rennen als solider Fünfter die Ziellinie. Über die 500-Meter-Distanz gab es dann richtig viel Action und leider auch etwas Pech. In den Vorläufen demonstrierten Leia als Zweite und eine ganz entspannt paddelnde Pauline auf Rang drei ihre starke Form. Ina und Paul gaben als Vierte und Fünfter in ihren Läufen ebenfalls alles, genau wie das K2-Duo Carlo und Paul. Richtig dramatisch wurde es beim 500-Meter-K2 von Pauline und Leia: Die beiden lagen sicher auf Rang drei und waren klar auf Weiterkurs, bis eine unglückliche Kenterung das Rennen leider vorzeitig beendete. In den hart umkämpften Zwischenläufen fuhr Leia anschließend auf Rang vier, während Pauline ihren zweiten Platz in der zweiten Rennhälfte leider nicht ganz halten konnte und als Fünfte ins Ziel kam. Für unsere SchülerInnen A Carlo, Tomma und Erik galt es sich in Hamm neben den Kajakrennen auch diversen Athletikübungen für den Kanumehrkampf zu stellen. Ein großes Lob geht zum Abschluss an unseren Nachwuchs bei den Schülerspielen: Jakob trumpfte erneut auf und erkämpfte sich nach seinem starken Debüt in Datteln einen grandiosen dritten Platz in seiner Altersklasse. Auch Josha hat sich in dem großen Starterfeld wacker geschlagen und nimmt einen guten 16. Platz mit nach Hause, womit wir auf ein rundum gelungenes Wochenende zurückblicken können!
15. Juni 2026
Das verlängerte Fronleichnamswochenende nutzten die Mitglieder des Roten Drachen fleißig für ein Trainingslager im niederländischen Emmen, mit dem Ziel sich auf die bevorstehenden Saisonhöhepunkte vorzubereiten. Um Sport und Familie bestmöglich zu vereinen, wurde das Team von den Familien einiger Mitglieder begleitet. Dadurch wuchs die Reisegruppe auf insgesamt 26 Erwachsene, sechs Kinder und zwei Hunde an. Diese Mischung sorgte für eine angenehme und lebendige Atmosphäre, die auch abseits des Trainingsbetriebs eine gute Stimmung garantierte. Die Unterkünfte lagen direkt am Wasser, sodass in 13 Wassereinheiten auf dem Grote Rietplas über 50 km absolviert werden konnten. Aber auch außerhalb des Bootes wurde die Gemeinschaft des Teams gestärkt. Etwa bei einem Besuch auf der Bowlingbahn oder dem abendlichen gemeinsamen Kochen. Dabei wurde von einem Grillabend bis zur Pasta-Party ein großes kulinarisches Spektrum abgedeckt. Beim geselligen Zusammensitzen konnte das geleistete Training Revue passiert werden und die Tage jeweils gemütlich ausklingen. Ein paar Sportler, denen das Training noch nicht genug war, traten den 160 km langen Heimweg nach Mülheim mit dem Rennrad an, um weitere fünfeinhalb Stunden Grundlagentraining zu sammeln. Insgesamt war das Trainingslager ein voller Erfolg, das nicht nur die Fitness der einzelnen Teammitglieder verbessert, sondern den Zusammenhalt der Mannschaft im Boot und auf dem Wasser gestärkt hat.
12. Juni 2026
Der MKV unterstützt den Kanusport im Kongo